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Japan, 2017.


Im Oktober 2017 haben wir zwei Wochen in Japan verbracht. Nachdem wir beim ersten Besuch im fernen Osten nur in und um Tokyo (Enoshima, Kamakura) waren, haben wir uns dieses Mal nach Kyoto begeben.

Unsere Reise führte uns über Helsinki zum Flughafen Kansai in der Präfektur Osaka, der auf einer künstlich angelegten Insel liegt. Von dort aus sind wir mit dem Zug weiter nach Kyoto gefahren, wo wir in einem Hotel in der Nähe des Bahnhofs in einem traditionell eingerichtetem Zimmer knapp eine Woche verbracht haben.

Da Kyoto das (unspektakuläre) Hauptquartier von Nintendo beherbergt, haben wir das unter anderem besucht. Insgesamt haben wir sehr viel Zeit auf den Füßen verbracht, waren in Nara und Himeji (allerdings nicht im Schloß, dafür im Zoo am Fuß des Berges und auf einem Flohmarkt). Eine wahre Sehenswürdigkeit ist der Bahnhof Kyoto, der gigantisch groß ist und unfassbar viele Geschäfte beherbergt. Dort waren wir auch einige Zeit unterwegs.

Am Tag der Abreise passierte dann das unvorhergesehene, unser Zug fiel aus. Nach zwei Stunden Wartezeit und einigem Trara landeten wir schlußendlich wohl behütet in Kinosakionsen, einem beschaulichen kleinen Wohlfühlörtchen, das voller Ryokans ist und neben mehreren öffentlichen Bädern, die als Gast eines Ryokans benutzt werden können, einen der wenigen Bahnhöfe mit manueller Ticket-Kontrolle beheimatet. Dort hatten wir ein Zimmer in einem solchen traditionellen Ryokan mit von uns im Vorfeld gebuchtem eigenem Bad und Mehrgänge-Menü.

Nachdem wir dort die Seele baumeln lassen konnten, ging es schlußendlich für die letzten drei Tage nach Osaka, wobei wir da nur in der Gegend um das Umeda Sky Building und Nipponbashi Denden Town waren und uns noch ein bisschen entspannt haben. Unser kleines Hotelchen mit "richtigem" Bett befand sich in Shin-Osaka, die Gegend war nicht besonders schön, wobei wir nur zwei Fußminuten von der U-Bahn Station Nishinakajima entfernt waren, über den man in zwei Stationen zum Bahnhof Shin-Osaka und von dort aus zum Bahnhof Osaka kommt. Am Schluß ging es vom Bahnhof Shin-Osaka dann wieder zurück zum Kansai Airport.

Fazit: Kyoto ist grandios, Kinosaki gut für einen Tag Erholung und Wohlfühlen und Osaka war eher unspektakulär. Nara ist einen Besuch wert, genauso wie Himeji. Wir haben als IC-Karte den Kansai One Pass verwendet und für die Anfahrt nach Kyoto den Kansai Area Pass gekauft. Geht problemlos am Flughafen Kansai, man muss nur ein wenig Wartezeit einberechnen. Für die letzten paar Tage und die Rückfahrt hatten wir den Kansai Wide Area Pass, der so gut wie überall akzeptiert wurde, nur nicht an der U-Bahn Station Nishinakajima in Shin-Osaka. So kamen wir recht problemlos und vor allem recht kostengünstig und sehr komfortabel durch die Gegend. Sowohl Kansai Area Pass als auch Kansai Wide Area Pass müssen im Vorfeld online reserviert werden. Das funktioniert auf der Seite der Gesellschaft JR West unter http://www.westjr.co.jp/global/en/ticket/pass/kansai_wide/.

Insgesamt war ich von Japan mal wieder unheimlich positiv beeindruckt, wobei mir die Stellung bzw. das Unbehagen gegenüber Gaijins dieses Mal stellenweise wesentlich stärker aufgefallen ist als in Tokyo. Was den Komfort und den Aufwand zum Vermeiden von Problemen und Missverständnissen im Alltag betrifft, ist Japan Deutschland nach wie vor meilenweit voraus - leider. Die Luftfeuchtigkeit und Temperatur war für Mitte Oktober auch unheimlich hoch, sodass man fast durchgehend in kurzen Hosen herum laufen konnte und dennoch nach dem Verlassen des Hotels direkt geschwitzt hat.
Jedenfalls gibt es nun ein paar Fotos. Viel Spaß damit!